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Personenwagen

 

Alle Personenwagen sind 1910 neu von Gottfried Lindner an die KPL geliefert worden. Die Wagenlänge betrug ca. 11 Meter bei einem Achsstand von 5,50 Meter. Die Wagen hatten eine ungewöhnliche Fenstereinteilung, was ihnen ein markantes Aussehen verlieh. Bei den verkauften Wagen wurden die Fenster umgebaut. Die Wagen waren mit Druckluftbremse und Dampfheizung ausgerüstet. Ein Abort war nicht vorhanden. Im Mai 1924 führte der Betreiber Lenz ein neues Nummernsystem ein, von da an trugen die BCi Wagen Nummern von 1 bis 20, Ci Wagen Nummern von 21 bis 40 und die Pack- und Postwagen Nummern von 51 bis 61.

 

Wagen Nr. Typ

 

1  SalonC

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte ein Salonabteil von 3,80 Meter Länge. In der 3. Klasse waren 24 Sitz- und 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2,. Der Wagen wurde am 10. Juli 1930 für 2500 Mark verkauft, da er in einem desolaten Zustand war und eine Aufarbeitung zu aufwändig gewesen wäre.

 

Die besten und Komfortabelste Einrichtung bei Reisezugwagen wiesen die Sonderreisezugwagen auf; häufig als Salonwagen bezeichnet. Derartige Wagen gab es nur bei einigen Privatbahnen. Dem vorgesehenen Zweck für „höchste Herrschaften“ dienten sie kaum. Fast immer wurden diese Wagen für Bereisungsfahrten, die der Revision oder der Besichtigung von Strecken dienten, eingesetzt.

 

2  BCi

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte 16 Sitzplätze in der II. Klasse sowie 24 Sitzplätze in der III. Klasse und 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2. Der Wagen behielt 1924 die Wagennummer 2. 1938 wurde der Wagen an das Luftgaukommando XI verkauft.

 

3  BCi

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte 16 Sitzplätze in der II. Klasse sowie 24 Sitzplätze in der III. Klasse und 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2. Der Wagen behielt 1924 die Wagennummer 3. 1938 wurde der Wagen an das Luftgaukommando XI verkauft.

 

4  BCi

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte 16 Sitzplätze in der II. Klasse sowie 24 Sitzplätze in der III. Klasse und 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2. Der Wagen behielt 1924 die Wagennummer 4. 1938 wurde der Wagen an das Luftgaukommando XI verkauft.

 

5  Ci

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte 40 Sitzplätze in der III. Klasse sowie 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2. 1922 wurde der Wagen nach Berlin an den Händler Erich am Ende abgegeben.

 

6  Ci

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte 40 Sitzplätze in der III. Klasse sowie 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2. 1922 wurde der Wagen nach Berlin an den Händler Erich am Ende abgegeben.

 

7  Ci

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte 40 Sitzplätze in der III. Klasse sowie 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2. 1924 bekam der Wagen die Nummer 23. Am 29. Mai 1931 wurde der Wagen an die Boizenburger Stadt- und Hafenbahn für 4000 Mark verkauft. Dort wurde der Wagen umgebaut, u. a. wurden die Fenster verändert.

 

8  Ci

Neuanlieferung an die KPL. Der Wagen hatte 40 Sitzplätze in der III. Klasse sowie 10 Stehplätze. Die Sitzplatzanordnung war 2 + 2. 1924 bekam der Wagen die Nummer 24. Im Jahre 1938 wurde der Wagen an das Luftgaukommando XI verkauft.

 

Pack- und Postwagen (Pwi)

 

Hersteller: Gottfried Lindner Ammendorf 1910

 

Wagen Nr.:    ab 1924:    Verbleib:

    9                      51         1938 an das Luftgaukommando XI verkauft

   10                     52         1938 an das Luftgaukommando XI verkauft

 

Die Pwi enthielten im Packwagenabteil einen Platz für den Zugführer und Notsitze für mitfahrende Eisenbahner. Hier befanden sich auch der Erste - Hilfe Kasten und Werkzeuge für den ersten Einsatz bei Rettungsarbeiten nach Unfällen. Das Postabteil wurde notwendig, weil die Post rechtlichen Anspruch auf die Beförderung der Postsendungen in Abzuschließenden Abteilen auch durch die Klein- und Privatbahnen hatte.

Das Militär hat aber vermutlich alle Wagen weiterverkauft. Ein Personen- und ein Packwagen wurden an die Tecklenburger Nordbahn verkauft. Zwei Wagen sind 1938 an die Strausberger Eisenbahn verkauft worden. Einer der Wagen ist infolge eines Unfalles 1939 verschrottet worden, den zweiten Wagen hat die Strausberger Eisenbahn 1940 weiterverkauft.

 
 
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